Klimapolitik als Baustein einer gerechten Globalisierung und nachhaltigen Armutsbekämpfung
Die Industriestaaten sind die Hauptverursacher des menschgemachten Klimawandels der Neuzeit, die Armen in den Entwicklungsländern sind dagegen besonders stark von seinen negativen Folgen betroffen und zudem viel weniger in der Lage, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Dieses gewaltige globale Gerechtigkeitsproblem enthält ein erhebliches Konfliktpotenzial, das in den internationalen Klimaverhandlungen eine entscheidende Rolle spielen wird.
Eine globale Klimapolitik muss sich dem stellen und dabei zwei Strategien miteinander verbinden: Sie muss den Klimawandel auf ein beherrschbares Maß begrenzen und gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um die Folgen des bereits nicht mehr vermeidbaren Klimawandels zu bewältigen. In beiden Fällen ist eine faire Aufteilung der Lasten eine zentrale Vorbedingung.
Das Projekt „Klimawandel und Gerechtigkeit. Klimapolitik als Baustein einer gerechten Globalisierung und nachhaltigen Armutsbekämpfung“ will Wechselwirkungen zwischen der Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels und der Bekämpfung weltweiter Armut analysieren. Ziel ist es, geeignete Strategien und Optionen einer globalen Klima- und Energiepolitik zu entwickeln, welche die nationalen und internationalen Bemühungen zur Armutsbekämpfung nicht gefährden, sondern möglichst unterstützen.
Aufgrund der komplexen Problemstellung geht es in diesem Projekt nicht einfach darum, eine Studie oder ein Buch zu erstellen. Es soll vor allem zu möglichst konkreten Empfehlungen und Handlungsoptionen gelangen, was den Dialog mit Vertretern anderer Länder und Kulturen voraussetzt. Zudem soll von Anfang an eine möglichst breite Öffentlichkeit dafür gewonnen werden, in einen breit angelegten Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, kirchlichen Akteuren, Zivilgesellschaft und Politik zu treten.
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