
- Report "Global, aber gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen." 240 Seiten mit 23 Abbildungen und 6 Tabellen. Broschiert € 19,95[D] / sFr 34,50 (UVP) / € 20,50[A] ISBN 978-3-406-60656-4.
Kurze Beschreibung der einzelnen Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung belegt statistisch, dass das wirtchaftliche Wachstum der Industrieländer mit dem Ausstoß von Treibhausgasen verbunden war und ist. Daraus ergibt sich ein Dilemma: Zum Einen muss der Klimawandel schnellstmöglich begrenzt werden, um gerade die Entwicklungsländer vor dessen Folgen zu schützen. Zum Anderen ist Wachstum auch in den Entwickungsländern notwendig, um Armut zu überwinden.
2. Klimafolgen und Verwundbarkeit
In diesem Kapitel wird aufgezeigt, welche Regionen hinsichtlich unterschiedlicher Bereiche am verwundbarsten gegenüber den Klimafolgen sind. Dazu wird zuerst ein Konzept von Verwundbarkeit entfaltet und dann auf die Bereiche Wasserversorgung, Ernährungssicherheit und Bedrohung von Küsten angewendet.
3. Die ethische Dimension: Gerechtigkeit im Kontext von Klimawandel und Armut
In Klima- und Entwicklungspolitik spielen ethische Überlegungen eine wichtige Rolle. Die Menschenrechte mit ihren ethischen Forderungen nach Freiheit, Gleichheit und Solidarität bieten hierfür einen überzeugenden Ausgangspunkt. Davon ausgehend kann ein Verständnis von Gerechtigkeit begründet werden, dass eine ethische Orientierung für zukünftige Politik sein kann. Die Befriedigung von Grundbedürfnissen, die Ermöglichung gleicher Chancen für alle Menschen und faire Verfahren sind die drei Kernelemente dieses Gerechtigkeitsverständnisses.
4. Optionen und Herausforderungen für die Emissionsvermeidung
Das 2°C-Ziel spielt in den aktuellen Verhandlungen eine zentrale Rolle. Die Einhaltung dieses Ziels ist aus Sicht der Klimawissenschaften wie der Ethik der politische Orientierungsmaßstab, mit dem Gerechtigkeit in Zeiten des Klimawandels umgesetzt werden kann. Für dieses Ziel muss die Gesamtmenge der Emissionen, die noch in der Atmosphäre abgelagert werden darf, begrenzt werden. Das Kapitel zeigt außerdem auf, welche verschiedenen Optionen es zur Emissionsvermeidung gibt (z.B. im Bereich des Energiesektors oder der Landwirtschaft bzw. Landnutzung).
5. Optionen für die Anpassung an den Klimawandel
Auch bei ambitioniertem Klimaschutz werden einige Klimafolgen nicht mehr vermeidbar sein. Deswegen spielt neben der Vermeidung von Emissionen die Anpassung eine wichtige Rolle – gerade mit Blick auf die arme Bevölkerung in den Entwicklungsländern. Entsprechend der Klimafolgen sind die Anpassung im Wassermanagement, in der Landwirtschaft und an extreme Wetterereignisse drei wichtige Felder. Das Kapitel zeigt außerdem am Beispiel der Mikroversicherung und der Entwicklungszusammenarbeit auf, was Anpassung für die Menschen in den Entwicklungsländern konkret bedeutet und welche Handlungsoptionen es gibt.
6. Global Deal für Klima- und Entwicklungspolitik
Angesichts der vielfältigen Verknüpfungen zwischen globaler Armut und den Folgen des Klimawandels ist eine Gesamtsicht unverzichtbar. Auf dieser Basis ist dann eine neue Ära der globalen Zusammenarbeit zu beginnen. Dazu sind verbindliche Regeln sowie faire und transparente Verfahren notwendig, an denen alle Betroffenen in angemessener Weise beteiligt sein müssen. Hier sind besonders die Staaten und ihre Regierungen gefragt, weil sie für solche Verfahren politisch verantwortlich sind. Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft können diese Bemühungen unterstützen. Ein Global Deal für Klima und Entwicklung muss aus fünf Säulen bestehen:
(I) Begrenzung, Verteilung und Handel von CO2-Emissionsrechten
(II) Nachhaltige Nutzung von Wäldern
(III) Förderung und Austausch klimafreundlicher Technologien
(IV) Internationale Anpassungsunterstützung
(V) Stärkung von Entwicklungspolitik
Grundvoraussetzung für alle Maßnahmen ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. In diesem Sinne sollten alle Beteiligten gemeinsame Verpflichtungen eingehen, zum Beispiel im Hinblick auf die Anerkennung der Menschenrechte oder die Aushandlung und Einhaltung gemeinsamer Ziele.
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